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"Als ich anfing, war ich unsicher: Wie viel darf ich eigentlich wissen? Wie viel darf ich fragen? Zu wenig gefragt, und du hast einen Mieter, der nicht zahlen kann. Zu viel gefragt, und du verstösst gegen den Datenschutz. Der Mittelweg ist entscheidend." - Kevin

Die Angst vor der falschen Frage

Viele private Vermieter scheuen die Mieterprüfung. Nicht weil sie faul sind, sondern weil sie Angst haben, etwas Falsches zu fragen. Sie denken, zu viele Fragen wirken misstrauisch oder sind gar illegal.

Das ist nicht richtig.

Eine professionelle Prüfung ist kein Misstrauen. Es ist Respekt. Gegenüber deinem Eigentum und auch gegenüber dem Mieter. Denn wer nicht zahlen kann, wird am Ende auch nicht glücklich mit der Wohnung.

Ich habe eine 4 seitige Checkliste mit Interessent-Selbstauskunft erstellt. du kannst sie dir kostenlos holen!

Was du fragen darfst

In der Schweiz gibt es klare Regeln. Diese Fragen sind zulässig und notwendig für eine seriöse Prüfung:

Zu den Vertragspersonen:

  • Name, Vorname, Adresse und Geburtsdatum

  • Beruf, Arbeitgeber

  • Staatsangehörigkeit inkl. Frage zur Aufenthaltsbewilligung und deren Ablaufdatum

  • Jahreseinkommen (in Schritten von 10'000 CHF)

  • Betreibungsregisterauszug und Fragen zu Betreibungen falls vorhanden

Zu den einziehenden Personen:

  • Anzahl, Geschlecht und Alter

  • Verwandtschaftsverhältnis zum Mietinteressenten und untereinander

Allgemein erlaubt:

  • Untermiete geplant?

  • Nutzung als Familienwohnung?

  • Anzahl Autos

  • Haustiere?

  • Besondere Lärmquellen

  • Grund für die Kündigung der letzten Wohnung

  • Anforderungen an die Wohnung (z.B. barrierefrei?)

Was du nicht fragen darfst

Diese Fragen sind unzulässig und können als Diskriminierung gewertet werden. Lass sie weg:

  • Gesundheitszustand und Krankheiten

  • Interesse an Hauswartstätigkeit (das ist ein Koppelungsgeschäft und rechtlich problematisch)

  • Mitgliedschaft in Mieterschutzorganisationen

  • Beurteilung des Preis-Leistungs-Verhältnisses der Wohnung

  • Detaillierte Fragen zur finanziellen Situation wie Leasingverträge

Die Grenze ist nicht immer offensichtlich. Ein "Warum wollen Sie umziehen?" ist okay. Ein "Sind Sie Mitglied im Mieterschutz?" ist nicht okay. Der Unterschied ist: Die erste Frage hilft dir, den Mieter zu verstehen. Die zweite Frage zielt darauf ab, Mieter mit Durchsetzungsvermögen auszufiltern.

Der Faktor Mensch: Was die Besichtigung verrät

Die harten Fakten sind wichtig, aber nicht alles. Oft verrät das Verhalten bei der Besichtigung mehr als ein Formular.

Taucht ein Kandidat im Anzug mit einem teuren Auto auf, obwohl das deklarierte Einkommen eher niedrig ist? Das kann ein Warnsignal für finanzielle Unstimmigkeiten sein. Aber es muss nichts bedeuten – vielleicht ist das Auto geleast oder der Lebensstil einfach anders.

Wichtig ist der Kontext. Wirkt der Bewerber offen? Passt die Aussage zur Wohnung? Zeigt er echtes Interesse?

Vorurteile sind fehl am Platz. Ein schlicht gekleideter Bewerber kann der solideste Mieter sein, ein gut gekleideter ein Risiko. Nutze deine Beobachtungen als zusätzlichen Baustein, nicht als alleiniges Kriterium. Wenn etwas nicht zusammenpasst, frag nach (innerhalb der erlaubten Grenzen) oder verlange zusätzliche Sicherheiten.

Mein Rat: Sei professionell, sei klar

Nutze meine kostenlose Mieter Screening Checkliste für deine nächsten Bewerbungen. Kombiniere sie mit deinem Bauchgefühl aus der Besichtigung. Wenn du diese Fragen stellst, zeigst du Professionalität. Wenn du die unzulässigen Fragen vermeidest, schützt du dich vor rechtlichen Problemen.

Es geht nicht darum, den Bewerber zu vergraulen. Es geht darum, die Fakten zu haben, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

Brauchst du Hilfe? Ich bin gerne beratend zur Stelle! Lass uns kostenlos und unverbindlich herausfinden, wie ich dir helfen kann. Die Dienstleistung richtet sich nicht nach Zeit sondern nach Ergebnis! Und sollte ich doch nicht helfen können, sage ich dir das offen und ehrlich und erstatte dir den Kauf!

Der nächste Schritt: Der Vertrag

Sobald du den richtigen Mieter gefunden hast und alle Daten geprüft sind, kommt der entscheidende Moment: Der Vertrag. Ein guter Mieter verdient einen klaren, fairen Vertrag. Kein 10-seitiges Juristen-Deutsch, sondern eine Vereinbarung, die für beide Seiten verständlich ist. Dazu nächste Woche mehr!

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